Wanderung und viel Information im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die dritte Themenwanderung des SAV Unterhausen zum Thema Naturschutz fand am 24. Oktober 2025 statt. Das große Biosphärengebiet mit Zentrum Truppenübungsplatz Münsingen entstand nach dem Truppenabzug im Jahr 2005. Die Landesregierung wies bereits 2007 den Truppenübungsplatz als Kernzone mit 85.000 Hektar Fläche aus. Unter der Federführung des Regierungspräsidiums Tübingen ist seither viel geschehen.

Der Tag begann mit einer interessanten Rundwanderung in Seeburg. Bei kühlen vier Grad machte sich die Gruppe beim Aufstieg über den Höhenweg nahe der Seeburger Steige warm. Einen Überblick genossen wir vom Aussichtspunkt Hoher Fels ins Ermstal und zu den Albhöhen um Wittlingen. Über freies Feld und Waldpassagen ging unser Weg auf Trailfingen zu. Nach einer Rast bei Sonnenschein querten wir nach Osten zum Eingang der Trailfinger Schlucht. Der Herbstwald mit seinen bunten Blättern war im Zusammenspiel mit dem einstrahlenden Sonnenlicht ein Erlebnis. Die Trailfinger Schlucht ist Kernzone des Biosphärengebietes und ein Musterbeispiel für einen Hangschluchtenwald. Am Ende der engen Schlucht erreichten wir den Ermsursprung, der als Wasserfassung leider nicht wie andere Quelltöpfe zugänglich ist. Nach einem kurzen Wegabschnitt in der Ebene erreichten wir wieder den Ausgangspunkt Seeburg.

Am Nachmittag erwartete der Bildungsleiter des Biosphärenzentrums, Herr Rominger, unsere Gruppe zu einer Führung in der Ausstellung. Trotz eines Stromausfalls nahmen uns die Ausführungen in den Bann. In den fast zwanzig Jahren des Aufbaus ist unglaublich viel entstanden. Nicht zuletzt konnte durch die Förderung des Biosphärengebietes das gesamte Wegenetz des Schwäbischen Albvereins in den Kreisen Reutlingen und Esslingen neu ausgeschildert werden. Im Gegensatz zu den Naturschutzgebieten bietet ein Biosphärengebiet, auch Reservat genannt, den Ausgleich der Interessen von Mensch und Natur. So werden Arbeitsplätze gefördert, wenn neue Ideen umgesetzt werden. Hervorzuheben ist die Verarbeitung von Schafwolle und  Äpfeln aus den Streuobstwiesen. Ebenso das Wiederaufleben von Alblinsen und alten Getreidesorten. Der kleine Laden im Zentrum bietet einen guten Überblick, was alles in den Gründerjahren ermöglicht wurde. Im Alten Lager konnten wir im Anschluss einen Überblick über die bereits wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmerideen kennenlernen.

Bei einer Einkehr zum Vesper wärmten und stärkten wir uns. Unsere Touren vom Greuthau bis zum Biosphärenzentrum Münsingen zeigten uns die Schönheit unserer Alblandschaft und das vielfältige Bemühen uns auch zukünftig eine intakte Umwelt zu erhalten, so das Resümee von Wanderführer Schmid. Der Schwäbische Albverein ist mit seinen Wanderwegen wichtiger Teil des Gesamten.